Internationales Familienrecht

Die Zahl der Eheschließungen zwischen Partnern unterschiedlicher Staatsangehörigkeit steigt ständig.

Wenn auch die Eheschließung meist noch ohne größere Schwierigkeiten erfolgen kann, wird es – wenn die Ehe scheitert – oft kompliziert. Es stellen sich dann Fragen nach der Zuständigkeit des Gerichts, nach dem für die Scheidung maßgeblichen Rechtsstatut, nach dem im Zusammenhang nach einer Scheidung zutreffenden Regelungen wie Unterhalt, Versorgungsausgleich, Sorgerecht und Vermögensauseinandersetzung. Um die persönlichen Weichenstellungen selbst vorzunehmen, wie z. B. Wahl des Güterstandes, Rechtswahl, etc., ist daher bereits vor der Eheschließung eine umfassende Beratung sehr empfehlenswert.

Im Fall der Scheidung einer gemischt nationalen Ehe oder einer Ehe zweier Partner gleicher ausländischer Staatsangehörigkeit stellen sich oft folgende Fragen:

  • Zuständigkeit
    Kann ich beeinflussen, in welchem Land das Scheidungsverfahren durchgeführt wird?
  • Scheidungsrecht ausländischer Staaten
    Welche Besonderheiten haben die Scheidungsrechte ausgewählter ausländischer Staaten?
  • Anzuwendendes Recht
    Kann ich Einfluss nehmen, welches nationale Recht angewendet wird, insbesondere welches Recht für mich vorteilhafter ist?
  • Kindesentziehung ins Ausland
    Bei gemischt nationalen Ehen und immer dann, wenn einer der beiden Elternteile einen Bezug zu einem ausländischen Staat hat, besteht die konkrete oder aber latente Gefahr einer Kindesentführung bzw. der Kindesentziehung ins Ausland. In diesem Zusammenhang gilt es ebenfalls ggf. rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen.